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Die Population des Asiatischen Geparden (Acinonyx jubatus venaticus), eine Unterart seines Verwandten in Afrika, ist im Iran bis auf wenige Exemplare zusammengeschmolzen.

Foto: AP/Vahid Salemi

Gerade einmal ein Dutzend der Asiatischen Geparden leben heute im Iran, einem der letzten Refugien dieser Unterart. Der stellvertretende Umweltminister Hassan Akbari bezeichnete die Situation am Sonntag als "äußerst kritisch". Er sagte der Nachrichtenagentur Tasnim: "Die Maßnahmen, die wir ergriffen haben, um den Schutz, die Vermehrung und das Aufstellen von Straßenschildern zu verbessern, haben nicht ausgereicht, um diese Art zu retten".

Derzeit gebe es nur noch neun Männchen und drei Weibchen – gegenüber rund hundert Tieren im Jahr 2010. Die Geparden sind laut Angaben seines Ministeriums der Dürre, Jägern und Autounfällen zum Opfer gefallen. Die Raubkatzen leben in den Wüstengebieten im Zentrum des Landes.

Vom Senegal bis Indien

Als schnellstes Landtier der Welt, das eine Geschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde erreichen kann, durchstreiften Geparden einst Lebensräume von den östlichen Ausläufern Indiens bis zur Atlantikküste des Senegal und darüber hinaus. Es gibt sie noch in Teilen des südlichen Afrikas, doch aus Nordafrika und Asien sind sie praktisch verschwunden.

Die Unterart Acinonyx jubatus venaticus, gemeinhin als Asiatischer Gepard bekannt, ist nach Angaben der International Union for Conservation of Nature akut vom Aussterben bedroht. Der Iran, eines der letzten Länder der Welt, in denen die Tiere in freier Wildbahn vorkommen, hat 2001 ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Schutzprogramm gestartet. (APA, 10.1.2022)