Venezuela verfügt über russische Sukhoi-30-Kampfflugzeuge,

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Kiew/Moskau – Russland schließt im Falle eines Scheiterns der Gespräche über verbindliche Sicherheitsgarantien für Moskau eine Stationierung seines Militärs auf Kuba und Venezuela nicht aus. "Ich möchte weder etwas bestätigen, noch etwas ausschließen", sagte der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Donnerstag auf eine entsprechende Frage im Sender RTVi. "Alles hängt von den Handlungen der amerikanischen Kollegen ab."

Russland sieht sich auch aufgrund der Militärpräsenz der USA in Europa in seiner Sicherheit bedroht. Zuletzt hatte schon Staatschef Wladimir Putin die Frage aufgeworfen, wie Washington reagierte, wenn russisches Militär in der Nähe der US-Grenze stationiert würde.

Gespräche nach zweieinhalb Jahren Pause

Am Mittwoch hatten Vertreter der 30 Nato-Staaten und Russlands das erste Mal seit zweieinhalb Jahren Gespräche geführt – über den Ukraine-Konflikt und Sicherheitsgarantien. Dazu gab es am Donnerstag auch Gespräche bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien. Bereits am Montag wurde in Genf ein hochrangiges Treffen von Vertretern Russlands und der USA abgehalten.

Russland sieht sich durch die Osterweiterung der Nato in seiner Sicherheit bedroht, fordert deshalb ein Ende der Vergrößerung des Nordatlantikbündnisses und insbesondere auch einen Verzicht auf die Aufnahme der Ukraine.

Moskau zeigte sich enttäuscht von den Verhandlungen. Rjabkow sagte der Agentur Interfax zufolge, es gebe vorerst keine neuen Gespräche mit den USA. Außenminister Sergej Lawrow sprach von einer "ernsthaften Konfrontation auf der Weltbühne" und warf dem Westen eine "arrogante" Haltung vor. Die nächsten Schritte Russlands würden von der Reaktion des Westens auf Moskaus Vorschläge abhängen. "Wir werden darauf warten. Und dann werden wir unsere nächsten Schritte festlegen." (APA, 13.1.2022)