Gasspeicher im deutschen Rehden.

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Wien/Kiew/Moskau – Die Gasspeicher in Österreich sind aktuell nur zu 18 Prozent gefüllt. Das ist der niedrigste Stand in der EU. Allerdings gibt es hierzulande relativ hohe Speicherkapazitäten. Das Speichervolumen beträgt 95,5 Terawattstunden. Den höchsten Füllstand hat Portugal mit über 80 Prozent. Die Portugiesen können jedoch nur 3,57 Terawattstunden lagern.

Große Gasspeicher gibt es in Österreich in Haidach, dort unterhält unter anderem der russische Staatskonzern Gazprom eigene Speicher. Weitere Speicher betreiben die OMV, die EVN-Tochter RAG (Rohölaufsuchungs AG) sowie Uniper.

Deutschland hat die größten Speicher

EU-weit sind die Speicher zu 30 Prozent gefüllt. Das sind 340 Terawattstunden, bei einer Speicherkapazität von rund 1.100 Terawattstunden. Die größten Speicherkapazitäten gibt es laut Gas Infrastructure Europe (GIE) in Deutschland mit 241 Terawattstunden, gefolgt von Italien (198), den Niederlanden (144) und Frankreich (128). Die deutschen Speicher sind zu 31 Prozent voll, jene in Italien zu 40 Prozent, in den Niederlanden zu 22 Prozent und in Frankreich zu 25 Prozent.

Aufgrund des milden Winters werden die Füllstände selbst bei einer völligen Unterbrechung der Gasversorgung durch Russland bis zum Ende der Heizsaison reichen. Experten zufolge wird man sich mit Blick auf den nächsten Winter und eine mögliche Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts nach anderen Bezugsquellen umsehen müssen, um die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern. Mögliche Alternativen sind Flüssiggas und Wasserstoff. (APA, 23.2.2022)