Meta sieht derzeit sehr genau hin, wenn es um den Verdacht der Verbreitung von Falschmeldungen geht.

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Die Facebook-Konten von mehreren öffentlichen Personen in der Ukraine sind von Hackern angegriffen worden. Das teilte Facebook-Eigner Meta am Montag mit. Unter den Betroffenen seien hochrangige Militärvertreter, Politiker sowie ein Journalist. Der Angriff sei auf eine Gruppe zurückzuführen, die unter dem Namen Ghostwriter bekannt sei. Die Hacker hätten versucht, auf Youtube Videos zu verbreiten, die zeigen sollten, dass ukrainische Truppen geschwächt wurden. Namen nannte Meta nicht.

Gescheiterter Staat

Zugleich gab Meta bekannt, in den vergangenen 48 Stunden ein Netzwerk bestehend aus rund 40 Fake-Konten, Gruppen und Seiten von Facebook und der Bild- und Videonachrichtentochter Instagram entfernt zu haben, das aus Russland und der Ukraine heraus Falschinformationen verbreitet hat. So sei versucht worden, die Ukraine als gescheiterten Staat darzustellen. Der US-Kurznachrichtendienst Twitter sperrte mehr als ein Dutzend Konten aus Russland und blockierte das Teilen verschiedener Links wegen Manipulation.

Russland hat in der vergangenen Woche eine Invasion gegen die Ukraine gestartet. Bei dem Angriff spielen die sozialen Medien eine zentrale Rolle. Erst am Freitag schränkte Russland den Zugriff auf Facebook ein, nachdem sich das weltgrößte Internetnetzwerk geweigert hatte, seine unabhängige Faktenprüfung von Nachrichten russischer Medien zu unterbinden. (Reuters, 28.2.2022)