Ein buntes Vogelnest in Peking.

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Besonders im Fokus: das Team der Ukraine.

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Österreichs Team.

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Performance.

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Feuer.

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Feuerwerk.

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Peking – Die 13. Paralympischen Winterspiele von Peking haben offiziell begonnen. Chinas Staatspräsident Xi Jinping erklärte die Spiele am Freitag um 21.02 Uhr Ortszeit bei der Eröffnungsfeier im Olympiastadion für eröffnet. Als Österreichs Fahnenträger fungierten die 16-jährige Niederösterreicherin Barbara Aigner und Routinier Markus Salcher (30) aus dem alpinen Lager.

"Eine riesengroße Ehre, in diesen elitären Kreis aufgenommen zu werden. Ein einmaliges Erlebnis", sagte Salcher nach der Zeremonie. "Ich war vor der Eröffnungsfeier ordentlich nervös, aber Markus hat gesagt, das machen wir schon. Die Stimmung im Stadion war einzigartig", berichtete Barbara Aigner. U.a. marschierten für Österreich auch Johannes Aigner, Veronika Aigner, Thomas Grochar, Eva-Maria Jöchl, Nico Pajantschitsch, Manuel Rachbauer, Christoph Schneider, Elina Stary, Rene Eckhart und Bernhard Hammerl ein.

Paralympics-Präsident Andrew Parsons hielt eine emotionale Rede mit vermeintlicher Kritik an Russland wegen des Ukraine-Krieges, ohne Namen zu nennen. "Wir streben nach einer besseren und stärkeren inklusiven Welt, frei von Hass und Ignoranz, frei von Konflikten und Auseinandersetzungen", sagte er. "Paralympische Sportler wissen, dass der Gegner kein Feind ist. Gemeinsam kann man mehr erreichen." Seine Rede beendete der Brasilianer mit einem lauten Ruf nach Frieden.

Zensur

Bei seiner leidenschaftlichen "Friedensbotschaft" ist der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, Andrew Parsons, vom chinesischen Staatsfernsehen teilweise zensiert worden. Seine Rede wurde nicht vollständig und vielmehr paraphrasierend übersetzt.

Es fehlten wichtige Sätze wie: "Ich bin entsetzt, was gerade jetzt in der Welt passiert" und "Das 21. Jahrhundert ist eine Zeit für Dialog und Diplomatie, nicht Krieg und Hass". Dabei hatte Parsons Russland und die Ukraine nicht namentlich genannt.

Möglicherweise damit die Diskrepanz dem englischkundigen Zuhörer nicht auffällt, wurde der Originalton manchmal weggedreht. Wegen der Verkürzung trug der Übersetzer, der offensichtlich einen vorbereiteten Text vor sich hatte, auch schon Teile vor, die Parsons noch nicht gesagt hatte. Um wieder synchron zu werden, machte der Übersetzer eine ungewöhnlich lange Pause, obwohl Parsons weiter redete.

Als "strategischer Partner" Russlands steht China an der Seite von Präsident Wladimir Putin. Peking hat die Invasion nicht verurteilt und gibt Russland sogar Rückendeckung in dessen Rechtfertigung des Krieges, kritisiert die USA und die Osterweiterung der NATO.

Russland und Belarus wurden nach Protesten zahlreicher Athleten von den Spielen ausgeschlossen. 46 Nationen nehmen an den Paralympics teil. Die Ukraine ist mit der ganzen Mannschaft nach Peking gereist. Sie wurde mit einem besonderen Applaus begrüßt. IOC-Präsident Thomas Bach kehrte zwölf Tage nach Ende der Olympischen Spiele nicht nach China zurück. (APA/dpa, 4.3.2022)