Mit Windkraft im Meer werden mittlerweile enorme Ausbeuten erzielt.

Foto: PHIL NOBLE/Reuters

Windkraft zählt zu den wichtigsten Bausteinen, um die Energiewende weg von fossilen Brennstoffen zu schaffen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Offshore-Windkraft im Meer. Der spanisch-deutsche Konzern Siemens Gamesa will die Strom-Ausbeute einzelner Turbinen erhöhen und hat daher mit der Produktion seiner bisher größten Anlage begonnen und dies in einem kurzen Clip auf Twitter festgehalten.

Wind aus 43.500 Quadratmeter Fläche

Die Eckdaten sind in der Tat beeindruckend: Mit 115 Meter langen Rotorblättern schafft es die Turbine, die unter dem Namen "SG 14-236 DD" vertrieben wird, auf 236 Meter Rotorendurchmesser. Die Windfläche, die damit abgedeckt wird, beläuft sich auf schwer fassbare 43.500 Quadratmeter und sorgt damit für eine Nominalkapazität von 14 Megawatt. Für Spitzenzeiten ist das Windrad sogar auf 15 Megawatt ausgelegt, teilte der Konzern mit.

Im Vergleich zu bisherigen Offshore-Windrädern von Siemens Gamesa bedeutet die neue Windturbine eine größere Ausbeute von 30 Prozent. Damit zieht der Konzern mit dem dänischen Konkurrenten Vestas gleich, der im Vergleich zu seiner Vorgängerversion einen noch größeren Sprung hinlegte und ebenfalls 236 Meter Durchmesser sowie eine maximale Ausbeute von 15 Megawatt verspricht. Zuvor hatte Vesta Windräder mit maximal 9,5 Megawatt im Portfolio.

Bis zu 18.000 Haushalte pro Windrad

Wie enorm die Dimensionen moderner Offshore-Windanlagen sind, wird in dem kurzen Video deutlich, das Siemens Gamesa im dänischen Produktionswerk in Aalborg gefilmt hat. Die Kamera fliegt über das 115 Meter lange Rotorenblatt bzw. das vorgefertigte Material, das dafür verwendet wird. Am Rand stehen zahlreiche Beschäftigte des Werks, was die Dimension erst greifbar macht. Bis zu 18.000 Haushalte können mit einer einzigen Riesenturbine versorgt werden. (step, 3.4.2022)