Nicht wenige Eltern haben sich das Leben mit Kind einfacher vorgestellt.

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Wer Kinder hat, weiß, was es heißt, so richtig erschöpft zu sein. Er weiß, wie es ist, nachts jede Stunde geweckt zu werden, sich frühmorgens über die Marmelade auf dem Brot zu streiten und das angepatzte Kind in aller Hektik noch einmal umzuziehen. Er weiß, wie es ist, sich dann abzustrampeln und rechtzeitig in die Arbeit zu kommen, um die nächste Deadline zu schaffen, beim Meeting zu brillieren – und dann wieder zum Kindergarten zu hetzen für einen Nachmittag zwischen Rutsche und Kindergeschrei. Elternsein bedeutet oft, einen Alltag im Dauerstress zu führen, der es einem manchmal schwermacht, die große Liebe zum Kind so richtig zu genießen. Dieser Alltag geht vielen Müttern und Vätern richtig an die Substanz. Es gibt Fachleute, die deshalb sogar von einem sogenannten "Eltern-Burn-out" sprechen.

Aber warum sind Eltern heute so erschöpft? Haben sie weniger Hilfe als noch vor Jahrzehnten? Oder sind ihre Ansprüche zu hoch? Betüdeln wir unsere Kinder vielleicht sogar zu viel? Rund um diese Fragen dreht sich der nächste Videotalk "STANDARD mitreden". Wir wollen auch diskutieren, was hilft, wenn Mama und Papa einfach nicht mehr können.

Diskutieren Sie mit

Mit dabei ist die Familientherapeutin Katharina Pommer. Sie hat selbst fünf Kinder und kürzlich das Buch Vom Umtausch ausgeschlossen. Was Eltern nicht zu sagen wagen im Goldegg-Verlag veröffentlicht. Im Interview mit dem STANDARD sagt sie, dass viele Eltern heute das Gefühl der Selbstaufgabe hätten. Zu Gast ist auch Hans-Otto Thomashoff, Psychiater, Psychoanalytiker und zweifacher Vater. Er schrieb mehrere Bücher über Erziehungsthemen (zuletzt: Was ist wirklich wichtig im Leben?, erschienen im Kösel-Verlag) und ist Teil des STANDARD-Familienrats. Lisa Martha Janka, die ebenfalls mitdiskutiert, ist im Vorstand des feministischen Frauennetzwerks Sorority, wo sie sich auch für Familienthemen engagiert. Sie ist Mutter einer Tochter. Diskutant Johannes Godler hat drei Kinder – und den Anspruch an sich selbst, als Vater präsent zu sein. Er will mit seinen Kindern lachen und weinen, über Gefühle sprechen und ein Anker für sie sein.

Wir freuen uns, wenn Sie mitdiskutieren! Was wollen Sie von unseren Gästen wissen? Stellen Sie gerne Ihre Fragen im Forum oder schreiben Sie uns Ihre Meinung zu dem Thema. Die spannendsten Posts nehmen wir in die Diskussion mit – sie wird aufzeichnet und ausgestrahlt. (lib, 13.5.2022)