1.475 Euro Steuergeld pro Österreicherin und Österreicher sind 2020 für Wirtschaftshilfen ausgegeben worden.

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Wien – 1.475 Euro Steuergeld pro Österreicherin und Österreicher sind 2020 für Corona-Wirtschaftshilfen ausgegeben worden. Das berichtet das ORF-Wirtschaftsmagazin "Eco" am Donnerstagabend unter Berufung auf Eurostat-Daten, wie es im Voraus bekanntgab.

Demnach ist die Alpenrepublik Spitzenreiterin in Europa. Zum Vergleich waren es in Deutschland 451 und im EU-Durchschnitt 325 Euro. In der Schweiz flossen 82 Euro pro Kopf. Schlusslicht war Ungarn mit 20 Euro.

Massive Kritik an Corona-Hilfsagentur

Die Bundesregierung hatte die Hilfen unter dem Slogan "Koste es, was es wolle" gestartet, wie es der damalige Bundeskanzler und Ex-ÖVP-Chef Sebastian Kurz formuliert hatte. Als Vehikel für die Abwicklung wurde die Cofag gegründet, die zuletzt in einem Rohbericht des Rechnungshofes (RH) unter massiver Kritik stand. Von der Cofag wurden per Ende Juli 17 Milliarden Euro an Hilfen und Garantien ausgezahlt oder gewährt. Der STANDARD hat ausführlich darüber berichtet.

Auch eine mögliche Überförderung mancher Betriebe wurde vom RH nicht ausgeschlossen. Dazu kam der teure Zukauf externer Expertisen. Es flossen 21 Millionen Euro alleine für Beraterinnen und Berater. ÖVP-Politiker verteidigten die Schaffung und das Gebaren der Cofag, nachdem der Rohbericht öffentlich geworden war. Die Oppositionsparteien sahen sich in ihrer steten Kritik an der Cofag bestätigt. Ein Endbericht des Rechnungshofs zur Corona-Hilfsagentur wird erst erstellt. (APA, 25.8.2022)