Auslandsatelierprogramm BMKÖS
Das Programm biete die Möglichkeit, "sich auf internationaler Ebene kulturell auszutauschen, Netzwerke zu erweitern und künstlerische Karrieren weiterzuentwickeln", so Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer
APA/GEORG HOCHMUTH

Das Kulturministerium setzt einen Residency-Schwerpunkt für bildende Kunst. Die 2016 eingerichtete Website www.away.co.at, auf der es einen Überblick über das Auslandsatelierprogramm des Bundes gibt, wurde überarbeitet und erweitert. Damit wolle man "internationale Mobilität, Kooperationen und Sichtbarkeit österreichischer Künstler:innen" forcieren, wie es heißt. Zudem gibt es 2024 erstmals Ateliers in Accra (Ghana) und Seoul (Südkorea).

Das Programm biete für die Künstler nicht nur einen finanziellen Rahmen, sondern auch die Möglichkeit, "sich auf internationaler Ebene kulturell auszutauschen, Netzwerke zu erweitern und künstlerische Karrieren weiterzuentwickeln", wurde Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) in einer Aussendung zitiert. "Ein Ortswechsel wird oft auch zu einem Perspektivenwechsel und kann damit für das künstlerische Arbeiten zu einem wichtigen kreativen Impulsgeber werden."

Aktuell gibt es in neun Städten (Helsinki, Istanbul, London, New York, Paris, Shanghai, Tel Aviv, Tokio und Vilnius) insgesamt 12 Auslandsatelier für bildende Kunst, künstlerische Fotografie und Medienkunst. Die dafür vergebenen Stipendien umfassen einen mehrmonatigen Aufenthalt. Außerdem gibt es pro Jahr zehn "Free Away"-Stipendien für frei zu wählende und selbstständig zu organisierende Aufenthalte. Das Ministerium finanziert die Auslandsateliers und Auslandsstipendien mit rund 595.000 Euro. (APA, 6.11.2023)