Genf - Für die Vereinten Nationen arbeitende Experten haben Israel "gezielte Angriffe" auf Journalisten im Gazastreifen vorgeworfen. "Die gezielten Angriffe und die Tötung von Journalisten stellen Kriegsverbrechen dar", hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung von fünf unabhängigen Experten. Diese wurden vom Menschenrechtsrat berufen, sprechen aber nicht im Namen des UNO-Gremiums.

Die Experten mutmaßten in ihrer Erklärung, dass die Angriffe auf Journalisten "eine bewusste Strategie der israelischen Streitkräfte sind, um kritische Reportagen zu unterdrücken". Durch "Zugangsbeschränkungen in den Gazastreifen für Journalisten und die schweren Störungen des Internets" werde zudem das Recht auf Information unterlaufen, kritisierten sie weiter.

Nach UNO-Informationen wurden seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas am 7. Oktober im Gazastreifen mehr als 120 Journalisten und andere Medienvertreter getötet. Zudem seien dutzende palästinensische Journalisten von israelischen Streitkräften im Gazastreifen festgenommen worden. Bei dem Hamas-Überfall auf Israel wiederum wurden vier Journalisten getötet. (APA, AFP, 2.2.2024)