Alexandrowa steht zum zweiten Mal im Linz-Finale und trifft dort auf Ostapenko.
APA/BARBARA GINDL

Linz - Das Linzer Tennis-Turnier erlebt ein Finale der Topfavoritinnen. Die an Nummer eins gesetzte Lettin Jelena Ostapenko trifft am Sonntag (14.00 Uhr/ORF Sport +) auf die Nummer zwei, Jekaterina Alexandrowa aus Russland. Ostapenko benötigte beim 6:2,6:3 gegen die ungesetzte Russin Anastasia Pawljutschenkowa nur 75 Minuten. Wesentlich mehr Mühe hatte Alexandrowa, die sich nach einer Nervenschlacht über 3:10 Stunden gegen die Kroatin Donna Vekic (3) 5:7,7:6(4),7:6(6) durchsetzte.

"Ich habe heute wirklich gut gespielt, habe mich hier von Spiel zu Spiel gesteigert. Anfangs habe ich den Jetlag gespürt, aber es wurde immer besser", sagte die Weltranglisten-Zwölfte Ostapenko im ORF. Die 26-Jährige steht nun erneut knapp vor dem erstmaligen Gewinn des "Upper Austria Ladies". "Die Siegertrophäe würde perfekt passen, ich mag so Glitzerzeug." 2019 musste sich Ostapenko Coco Gauff in drei Sätzen beugen, nachdem sie Alexandrowa im Semifinale aus dem Bewerb geworfen hatte.

Thriller

Die Russin, Weltranglisten-21., musste für ihren zweiten Finaleinzug in der oberösterreichischen Landeshauptstadt nach jenem 2018 ungleich härter kämpfen. "Ich war am Schluss schon so müde und nervös, habe eigentlich nur noch in Trance gespielt", sagte die vierfache WTA-Turniersiegerin, die in einer Partie mit nicht weniger als elf Aufschlagverlusten die Glücklichere war.

Im Duell zweier Spielerinnen, die bei den Australian Open in der ersten Runde gescheitert sind, entschied Vekic den ersten Satz nach einem Break zum idealen Zeitpunkt (6:5) für sich. Alexandrowa, die im Viertelfinale Titelverteidigerin Anastasia Potapowa eliminiert hatte, stellte nach einer wahren Break-Orgie im zweiten Satz per Tiebreak auf 1:1 in Sätzen.

Ostapenko hatte es eilig.
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Souveränität beim eigenen Aufschlag kehrte auch im Entscheidungssatz nicht ein, heiß umkämpft blieb die selten hochklassige Partie allemal. Wieder ging es ins Tiebreak, in dem Vekic einen 5:1-Vorsprung noch aus der Hand gab und völlig gefrustet sah, wie Alexandrowa den zweiten Matchball verwertete.

Danach hatte Ostapenko Anlaufschwierigkeiten, doch Pawljutschenkowa ließ sämtliche sieben Breakchancen ungenützt. So stand nach dem 3:0 rasch eine Satzführung der Lettin auf der Anzeigetafel. Im zweiten Satz erhöhte Ostapenko als klar dominierende Spielerin sukzessive den Druck und setzte mit dem Break zum 4:2 den entscheidenden Stoß. (APA, 3.2.2024)