Österreichs Tennisspitze ist zurück in der Weltgruppe I.
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Limerick - Österreich hat im Tennis-Davis-Cup seine klare Favoritenrolle bestätigt und das Play-off-Duell der Weltgruppe I mit Irland in Limerick souverän mit 4:0 für sich entschieden. Nach den Einzel-Erfolgen von Dominic Thiem und Sebastian Ofner am Samstag legten Alexander Erler/Lucas Miedler am Sonntag im Doppel nach und fixierten mit einem 6:1,7:6(5) gegen Connor Gannon/David O'Hare den Aufstieg. Miedler erhöhte im Einzel auf 4:0, das letzte Match wurde nicht mehr ausgetragen.

Österreich kehrt nach der erfüllten Pflichtaufgabe in die Weltgruppe I zurück und hat im September die Chance, sich einen Platz in der Qualifikationsrunde 2025 zu sichern. Laut Verbandsangaben wird die Auslosung dafür frühestens Mitte März erfolgen.

Wie Thiem und Ofner zuvor waren auch Erler (ATP-Doppel 37.) und Miedler (39.) als haushohe Favoriten auf dem relativ langsamen Hartplatz angetreten. Der 21-jährige Gannon galt als völlig unbeschriebenes Blatt, der 34-jährige O'Hare spielte 2022 sein letztes von der ATP aufgezeichnetes Doppel.

Melzer: "Souverän geblieben"

Der erste Satz war dank dreier Breaks nach 23 Minuten durch, im zweiten erlebte das ÖTV-Duo wesentlich mehr Gegenwehr. Ohne Aufschlagverlust ging es ins Tiebreak, in dem Erler/Miedler den Sieg nach 4:5-Rückstand mit drei Punkten in Folge fixierten. "Wir hatten einen großartigen Start ins Spiel, am Schluss waren wir vielleicht auch die etwas Glücklicheren", sagte Miedler. Anschließend gab der Niederösterreicher sein Einzel-Debüt im Davis Cup und freute sich über einen 6:3,3:6,10:8-Erfolg gegen Michael Agwi, wobei er im Champions Tiebreak ein 3:8 umgedreht hat.

Österreichs Kapitän Jürgen Melzer zeigte sich erleichtert: "Wir haben als Team super funktioniert, keinen Satz verloren, sind souverän geblieben. Ich nehme einen sehr guten Teamspirit mit. Es war definitiv eine Woche, in der wir enger zusammengewachsen sind." Alle im Team hätten gesagt, dass sie im September wieder im Davis Cup spielen wollen. Melzer: "Unser Ziel ist es, sich Schritt für Schritt Richtung Weltgruppe zu arbeiten." (APA, 4.2.2024)