Matsch am Spielfeld.
Matsch ja, Match nein.
IMAGO/Steven Mohr//Jan Huebner

Saarbrücken – Das Viertelfinalspiel im deutschen Fußballcup zwischen dem Drittligisten 1. FC Saarbrücken und Borussia Mönchengladbach ist am Mittwoch abgesagt worden. Nach starken Regenfällen war der Platz komplett aufgeweicht und letztlich nicht mehr bespielbar. "Die Schiedsrichter haben gemeinsam mit den zwei Sportdirektoren entschieden, dass die Sicherheit der Spieler nicht mehr gewährleistet ist", sagte Saarbrücken-Pressesprecher Peter Müller auf Servus TV.

Ein Nachholtermin soll laut DFB schnellstmöglich bekanntgegeben werden. Für das Halbfinale hatten sich zuvor Bundesliga-Tabellenführer Bayer Leverkusen und die Zweitligisten Fortuna Düsseldorf und 1. FC Kaiserslautern qualifiziert.

Mehrere Männer mit Laubbläsern auf Spielfeld.
Auch Laubbläser konnten die Spielabsage nicht verhindern.
REUTERS/KAI PFAFFENBACH

Auf dem Rasen des Saarbrücker Ludwigsparkstadions hatten sich große Wasserlacken gebildet. Helfer versuchten, den Platz mit Laubbläsern zu trocknen, was letztlich aber nicht ausreichend gelang. Schiedsrichter Florian Badstüber schickte zunächst beide Teams zum Aufwärmen auf das Feld, sieben Minuten vor dem geplanten Anpfiff um 20.45 Uhr folgte jedoch unter den Pfiffen der Fans die Absage. Die Gladbacher Anhänger feuerten mitgebrachte Pyrotechnik ab.

Als beide Delegationen rund zwei Stunden vor der vorgesehenen Anstoßzeit ins Stadion kamen, war die Überraschung bei ihnen groß. Es hatte zwar den ganzen Tag über geregnet im Saarland, dass der Platz dermaßen in Mitleidenschaft gezogen sein würde, hatten die meisten aber nicht erwartet.

Ende Oktober war in Saarbrücken das Drittliga-Spiel gegen Dynamo Dresden wegen Unbespielbarkeit des Platzes nach starken Regenfällen abgebrochen worden. Das Cup-Spiel der 2. Runde gegen den FC Bayern München drei Tage später war deshalb lange auf der Kippe gestanden. Die Partie konnte letztlich ausgetragen werden, Saarbrücken warf den Rekordmeister und -Cupsieger sensationell durch ein 2:1 aus dem Wettbewerb.

Remis im Abstiegskampf

Der FSV Mainz 05 und der 1. FC Union Berlin haben im Bundesliga-Abstiegskampf einen Befreiungsschlag verpasst. Im Nachholspiel trennten sich beide Klubs am Mittwoch mit 1:1 und hängen damit weiter im Tabellenkeller fest. Die Berliner liegen vor der Abstiegszone und haben einen Vorsprung von sechs Punkten auf die Mainzer, die 17. sind. Wegen Fanprotesten war die Partie für längere Zeit unterbrochen gewesen.

Die Treffer bei äußerst schwierigen Platzverhältnissen fielen in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Jonathan Burkardt brachte Mainz in Führung (45.+8), fünf Minuten später erzielte Robin Gosens den Ausgleich. Ex-ÖFB-Teamspieler Karim Onisiwo vergab per Kopf die Riesenchance auf den Mainzer Sieg (73.). Damit warten die Rheinhessen seit zehn Partien auf einen Erfolg. Union-Kapitän Christopher Trimmel fehlte nach seiner roten Karte gegen Leipzig gesperrt.

Flummis und Tennisbälle auf Spielfeld.
Fans von Union protestieren mit Flummis und Tennisbällen gegen den geplanten Investoreneinstieg in die DFL.
IMAGO/Matthias Koch

Die Unterbrechung kam zustande, weil aus dem Block der Gäste-Anhänger Tennisbälle auf den Rasen geworfen wurden, um gegen den von der Deutschen Fußball Liga (DFL) angestrebten Investoreneinstieg zu protestieren. Mehr als zehn Minuten lang wurde beim Stand von 0:0 gegen Ende der ersten Halbzeit nicht gespielt.

Immer wieder protestierten Fans zuletzt durch das Werfen von Gegenständen. Zuletzt hatte eine ähnliche Aktion beim Zweitliga-Spiel zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV eine Unterbrechung von mehr als einer halben Stunde zur Folge gehabt. (APA, red, 7.2.2024)