Sonnencreme
Nur sechs Prozent der Menschen in Österreich verzichten einer Umfrage zufolge grundsätzlich auf Sonnenschutz.
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Wien – Obwohl der Sommer noch gar nicht begonnen hat, hatte bereits ein Drittel der Bevölkerung heuer schon einen Sonnenbrand. Das geht aus Umfragedaten hervor, die Marketagent online im April für die Branchenplattform Kosmetik transparent erhoben hat. In der Generation Z, den Geburtsjahrgängen ab Mitte der 1990er- bis in die frühen 2010er-Jahre, seien es sogar 53,2 Prozent. Im Vergleich zu 2017 sei aber generell "die Bedeutung von Sonnenschutz gestiegen".

Nur sechs Prozent der Menschen in Österreich verzichten der Umfrage zufolge grundsätzlich auf Sonnenschutz. Vorbeugung steht bei den Anwenderinnen und Anwendern an erster Stelle, und die Verwendung von hohen Lichtschutzfaktoren (LSF) habe sich durchgesetzt, analysierten die Fachleute von Kosmetik transparent: "Es ist gelungen, die Bevölkerung aufzuklären und sie von der Notwendigkeit des Sonnenschutzes zu überzeugen", sagte Sprecherin Andrea Schneider der APA.

Dabei ist gebräunte Haut nach wie vor begehrt: Für 52,9 Prozent ist Sonnenbräune im Sommer wichtig. Besonderen Wert darauf legen Frauen mit 58,9 Prozent und die Generation Z mit 66,9 Prozent. Die Mehrheit (82,1 Prozent) weiß aber mittlerweile, dass man auch bei Verwendung von Sonnenschutz braun wird.

Das eigene Hautkrebsrisiko sieht knapp die Hälfte der Befragten als mittel, zwei von zehn (19,6 Prozent) schätzen es als (eher) hoch ein. "Jedenfalls erhöht jeder Sonnenbrand das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, und sollte unbedingt vermieden werden", warnte Schneider.

Haltbarkeit prüfen

35,1 Prozent der Befragten kaufen vor jeder Sommersaison neue Produkte. Knapp zwei Drittel (64,9 Prozent) verwenden sie hingegen, bis sie aufgebraucht sind. "Auf jedem Sonnenschutzprodukt gibt es ein kleines Symbol mit einem geöffneten Tiegel, auf dem die Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen in Monaten angegeben ist", sagte Schneider und empfiehlt, sich an diese Angaben zu halten. Laut dem Consumer Panel Austria GfK haben die heimischen Haushalte von Anfang April 2023 bis Ende März 2024 durchschnittlich zweimal pro Jahr ein Sonnenpflegeprodukt gekauft und dafür in einem Jahr etwa 22 Euro ausgegeben.

Sonnenlicht hat viele positive Seiten, im Übermaß und ohne Schutz können aber sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung gefährlich werden und Hautkrebs verursachen, betonen die Fachleute. UVB-Licht überträgt die gesamte Energie auf die obere Hautschicht, erhöht die schützende Pigmentierung, verantwortet aber auch den schädigenden Sonnenbrand. UVA-Licht dringt bis in die tiefen Hautschichten ein und führt zu vorzeitiger Hautalterung, greift das Kollagen/Elastin-Netzwerk an und ist für die Bildung von Altersflecken verantwortlich. (APA, 15.5.2024)