Als unlängst der US-Amerikaner Ryan Duff für die Plattform X ein Schinken-Käse-Sandwich in drei Teile zerlegte, stand die Social-Media-Welt kopf. Er sägte ein "Y" in sein Sandwich und stellte die weltbewegende Frage in den Raum, ob Toasts und Butterbrote wirklich nur vertikal oder diagonal geschnitten werden können.

Revolutioniert diese Brotschneidetechnik unsere zu Hause genossenen Fastfood-Gelüste? Duff jedenfalls ist sich sicher, einen Beitrag zur Foodie-Kultur geleistet zu haben. Er nennt sich auf X nun "Sandwich Influencer" und Erfinder des "Duff Cut".

Wir fragen uns nun: Wäre der Y-Cut nicht überhaupt die Lösung für alles, was wir zu uns nehmen? Wir haben Burger, Schnitzel und Banane im Ypsilon-Schnitt dreigeteilt, um zu testen, was man derart schneiden kann und was nicht.

Y-Butterbrotschnitt Y-Cut Y-Schnitt im Test Was kann man mit dem Y-Schnitt schneiden funktioniert es
Am Schinken-Käse-Toast entfachte sich die Ur-Diskussion: Schneidet man das Brot diagonal (ja, und nur so!) oder horizontal (das machen nur Wahnsinnige!)? Der Y-Schnitt ist vielleicht die verbindende Lösung der entzweiten Lager. Friedensnobelpreis incoming.
Foto: Heidi Seywald
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Beim mit Käse und Salat gefüllten Baguette-Sandwich stößt der Y-Schnitt auf die ersten Schwierigkeiten: Das Brot zerbricht, auf der Seite quellen der Aufstrich und der Käse heraus, und am Ende bleiben drei eher ungleich belegte Stücke übrig. Die Spitze ist das perfekte Weckerl, das linke längliche Drittel hält den restlichen Käse fest, während das andere sich mit der Salatfüllung begnügen muss. Dieses Stück ist Sinnbild eines flotten Dreiers: Einer bleibt immer ein bissl außen vor.
Foto: Heidi Seywald
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Großartigerweise sieht der zerstückelte Mini-Babybel wie ein dreigeteiltes Radieschen aus. Besonders liebe Eltern schmuggeln die Teile, die nach gesundem Gemüse aussehen, in die Butterbrotbox. Der Nachwuchs wird es ihnen danken.
Foto: Heidi Seywald
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Wer seinen Mund gerne zu voll nimmt, schneidet sein Schnitzel im Y-Schnitt. Da bekommt man drei extra große Stücke zum Herunterschlingen. Man könnte natürlich das Schnitzel noch kleiner schneiden, aber wir kennen die genauen Regeln des Y-Cuts nicht: Ist das erlaubt? Die drei großen Stücke sind ansonsten ideal für drei kleine Schnitzelsemmeln.
Foto: Heidi Seywald
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Kein Stock-Foto zu sexuellen Unfällen. Auch die Banane eignet sich überraschend gut für das Ypsilon. Das Obst in die immer gleichen Scheiben zu schneiden, ist ja auch öd. Im Müsli etwas ungeeignet, sind die geschnittenen Bananenstücke möglicherweise etwas für die Kids. Die Spitze zum Beispiel lässt sich wie ein Lutscher essen. Bitte das Schälen nicht vergessen.
Foto: Heidi Seywald
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Okay, eine Panettone in Muffingröße in drei Stücke zu zerlegen, ergibt wirklich keinen Sinn. Wir waren vom Ergebnis dann doch positiv überrascht. Handelt es sich dabei nicht um die ideale Portionsgröße für einen süßen Happen nach dem Genuss eines Drittels Burger, Toast oder Sandwich?
Foto: Heidi Seywald
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Burger mit Messer und Gabel essen? Es soll Leute geben, die das tun. Für diese besondere Gattung Mensch empfiehlt sich der Y-Schnitt allemal. Denn die Drittelstücke lassen sich gut mit nur einer Hand essen. Die andere ist dann frei für Pommes oder um am Handy Tiktok-Videos anzuschauen.
Foto: Heidi Seywald
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Die größte Herausforderung kam zum Schluss: Eine Cremeschnitte unfallfrei zu teilen, ist bekanntlich schon problematisch. Der Dreischnitt? Verursachte ein Creme-Massaker. Was wohl der Erfinder des Duff-Cuts zu dem matschigen Ergebnis sagen würde?
Foto: Heidi Seywald

(feld, rec, 19.5.2024)