Das Bild zeigt eine Vision Pro
Geht es nach Apple, soll das neue Mixed-Reality-Headset auch bald europäische Nutzerinnen und Nutzer ins Staunen versetzen.
AP/Noah Berger

Die jüngste Produktkategorie Apples dürfte schneller nach Europa kommen als angenommen. Das Mixed-Reality-Headset Vision Pro, das in den USA bereits erhältlich ist, soll im Sommer in die Apple-Stores verschiedener europäischer Länder kommen. Wie aus ersten Berichten hervorgeht, sollen bereits Meetings und Veranstaltungen die Mitarbeiter darauf vorbereiten, das neue Produkt zu präsentieren. Zudem habe man angewiesen, Platz in den Lagern zu schaffen.

Wie die französische Seite Watch Generation berichtet, soll das Headset bereits am 29. Juni verfügbar sein, während in Großbritannien die Hinweise auf eine Markteinführung in der dritten Juliwoche hindeuten. Die genauen Startdaten für andere europäische Länder sind noch nicht bestätigt, es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass das Headset zeitnah in verschiedenen Ländern gleichzeitig erscheinen könnte.

Ein weiteres Detail aus den Berichten betrifft die neue Ausstattung der Läden, darunter die Lieferung großer Sofas, die möglicherweise zur besseren Demonstration der Vision Pro dienen sollen. Diese Elemente könnten Teil einer umfassenden Marketingstrategie sein, um das Einkaufserlebnis zu optimieren und das neue Produkt wirkungsvoller schmackhaft zu machen.

Abflauendes Interesse in den USA

Im Februar 2024 führte Apple das Mixed-Reality-Headset ein und weckte damit große Erwartungen in der Tech-Branche. Die anfängliche Begeisterung für das neue Produkt ließ jedoch schnell nach. Berichte deuten darauf hin, dass das Interesse an Vorführungen der Brille auf dem Heimmarkt USA stark abgenommen hat, was sich auch in deutlich gesunkenen Verkaufszahlen in den Apple-Stores niederschlägt. Früher täglich mehrfach verkauft, sollen nun nur noch wenige Einheiten pro Woche über den Ladentisch gehen. Auch das dürfte ein Grund sein, weshalb Apple jetzt für andere Märkte aufs Tempo drückt.

Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass auch Apple mit seinen umfangreichen Ressourcen und seinem Ruf für Innovation nicht garantieren kann, dass ein neues Produkt kontinuierlich Interesse und Engagement der Kunden aufrechterhält. Die nachlassende Nachfrage nach der Vision Pro unterstreicht die generellen Herausforderungen, denen sich Produkte in der Kategorie der Mixed-Reality-Headsets oft gegenübersehen – nämlich die anfängliche Euphorie in dauerhaftes Kundeninteresse umzuwandeln.

Kostspieliges Erlebnis

Ist der Verkaufspreis der Vision Pro mit 3500 Dollar (vor Steuern) in den USA schon recht hoch, dürfte das Headset in Europa wohl um die 4000 Euro kosten, wenn man die übliche Preisgestaltung Apples auf das neue Produkt umlegt. Den Euro-Preis hat der Tech-Konzern zwar noch nicht offiziell bekanntgegeben – es wird aber erwartet, dass Apple ihn gemeinsam mit den Startterminen auf der Entwicklerkonferenz WWDC ankündigt, die zwischen 10. und 14. Juni stattfinden wird. (red, 3.6.2024)