RF-S 3.9mm F3.5 STM Dual Fisheye
Das RF-S 3.9 mm F3.5 STM Dual Fisheye ist auf ein Sichtfeld von 144 Grad beschränkt.
Canon

In der Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC 2024 hatte Apple nicht nur KI, KI und nochmals KI, sondern unter anderem auch Neuerungen zur VR-Brille Vision Pro angekündigt. So hieß es unter anderem, dass Canon ein Objektiv mit Doppeloptik bieten werde, mit dem Spatial Videos aufgezeichnet werden können. Zu diesem Objektiv, dem "RF-S 3.9 mm F3.5 STM Dual Fisheye", gab Canon selbst am gleichen Abend weitere Details bekannt.

Das APS-C Virtual Reality (VR) Objektiv wurde für das EOS-R-System – derzeit kompatibel mit der EOS R7 – entwickelt und ergänzt das bestehende RF 5.2 mm F2.8 L Dual Fisheye. Es wird ab Juli zu einem UVP von 1299 Euro verfügbar sein.

144-Grad-Sichtfeld

Das RF-S 3.9 mm F3.5 STM Dual Fisheye besteht aus zwei separaten Objektiven, die mit einem Abstand von 60 mm nebeneinander angeordnet sind und das Motiv jeweils aus einer leicht unterschiedlichen Perspektive aufnehmen. So sollen sie die stereoskopische Sicht der menschlichen Augen simulieren und die Wahrnehmung räumlicher Tiefe in VR ermöglichen.

Das Bildfeld ist mit 144 Grad zwar eingeschränkt, das bereits verfügbare Schwesterprodukt kommt auf 190 Grad. Bei Canon betont man aber, dass durch den kleineren Blickwinkel das Arbeiten mit Stativ einfacher und auch freihändiges Filmen möglich sei. In Kombination mit einer großen Schärfentiefe sollen die Einrichtung und das Fokussieren aufs Motiv erleichtert werden. Das RF-S 3.9 mm F3.5 STM Dual Fisheye ist das erste Canon-3D-Objektiv mit Autofokus. Der Fokusring lässt sich auf Wunsch auch mit einer anderen Funktion wie Blenden- oder ISO-Einstellungen belegen.

Die Lichtstärkte des Objektivs beträgt 1:3,5. Air Sphere Coating und Ultra-low Dispersion Glas (UD-Linsen) sollen Streulicht reduzieren. Ein rückseitig montierter Filterhalter mit 30,5-mm-Filtergewinde für Schraub- und Folienfilter ermöglicht die Kombination mit weiteren Filtern.

Ergänzende Software

Neben der Vision Pro dürften die mit diesem System erstellten Inhalte auch auf den VR-Brillen anderer Hersteller darstellbar sein. Canon stellt zudem passende Software zur Verfügung: Mit EOS VR Utility können die Aufnahmen konvertiert sowie in verschiedenen Auflösungen und Codecs exportiert werden können, zusätzlich gibt es ein Plug-in für Adobe Premiere Pro. (stm, 11.6.2024)