Mann köpfelt ins Wasser, Frau steht im Wasser
In heimischen Gewässern kann man baden, ohne um seine Gesundheit fürchten zu müssen – so wie hier am Weißensee in Kärnten.
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Wenn er dann doch noch einmal kommt, der Sommer, dann ist es durchaus beruhigend zu wissen, dass man sich in den Meeren, Seen und Flüsse Europas unbesorgt erfrischen kann. Das hat die Europäische Umweltagentur (EUA), die regelmäßig Badestellen in der EU untersucht, in ihrem Bericht ganz offiziell festgehalten.

Es gibt jedoch einige Unterschiede. Im Allgemeinen gilt, dass die Wasserqualität der Meere besser ist als die von Flüssen und Seen. Im Jahr 2023 wurden rund 89 Prozent der Küstenbadegewässer in der EU als ausgezeichnet eingestuft, verglichen mit knapp 79 Prozent der Badegewässer an Land. Reiseziele wie Zypern, Österreich, Kroatien und Griechenland liegen mit 95 Prozent oder mehr ausgezeichneten Badegewässern an der Spitze.

Jährliche Bewertung

Auf der anderen Seite der Skala sind Destinationen wie Albanien, Belgien, Estland, Ungarn und Polen zu finden. Dort liegt der Anteil von ausgezeichneten Badegewässern unter 70 Prozent. Insgesamt erfüllten 96 Prozent aller EU-Badegewässer bis zur Saison 2023 mindestens die Mindestqualitätsnorm der vorgeschriebenen Badegewässerrichtlinien. Im Bericht wird auch hervorgehoben, dass sich die Qualität der europäischen Badegewässer dank einer "guten Politik" verbessert habe. Durch Aufbereitung und Bewirtschaftung konnten Schadstoffe und Krankheitserreger reduziert werden, sodass man auch in ehemals verschmutzten Gewässern rund um urbane Gebiete wieder sicher baden kann.

In einigen EU-Ländern wie Schweden, den Niederlanden, Irland und Estland weisen jedoch drei Prozent oder mehr der Badegebiete eine schlechte Qualität auf. Wird ein Badegewässer als mangelhaft eingestuft, wird es für die nächste Saison geschlossen. Das bedeutet, dass es kein sicheres Badegewässer ist und Maßnahmen zur Verbesserung der Situation ergriffen werden müssen. Denn verschmutztes Wasser kann beim Verschlucken gesundheitliche Probleme wie Magenverstimmungen und Durchfall verursachen. Es kann in manchen Fällen auch zu Infektionen der Ohren, Augen und Atemwege und manchmal auch zu ernsteren Krankheiten führen. Die Behörden untersuchen die Badegewässer regelmäßig auf Bakterien wie E. coli und Darmenterokokken, die auf eine Verschmutzung durch Abwässer und Gülle hinweisen. Anhand der Bakterienwerte wird die Wasserqualität als "ausgezeichnet", "gut", "ausreichend" oder "schlecht" eingestuft. (red, 13.6.2024)