Ob Smartphone, Tablet oder Laptop: Die Zeit der ganz großen Veränderungen bei der Hardware ist längst vorbei. Ein etwas kleinerer Displayrahmen hier, ein bisschen mehr Platz für die Kamera da – das war es üblicherweise auch schon. Selbst für jene, die sich besonders eingehend mit solchen Geräten auseinandersetzen, ist es oft schwer, auf den ersten Blick eine Produktgeneration von der nächsten zu unterscheiden. Der grundlegende Formfaktor steht also. Bei Apple will man nun aber zumindest wieder ein bisschen an den Grundlagen feilen – und zwar mit einem neuen Fokus der Entwicklung.

Zielsetzung

Apple plant für das iPhone 17 des Jahres 2025 eine besonders schlanke Variante, eine Art "iPhone Slim", berichtet The Information. Es soll sich dabei generell um ein großes Redesign des Smartphones handeln, ähnlich wie es etwa mit dem iPhone X vor einigen Jahren vorgenommen wurde.

Das iPhone 15 Pro Max ist ein ziemlicher Brocken. Glaubt man einem aktuellen Bericht, könnte es schon bald ein deutlich schlankeres Smartphone-Modell von Apple geben.
IMAGO/onemorepicture / Thorsten

Die verfügbaren Details sind allerdings noch etwas vage, angeblich auch weil Apple noch mit unterschiedlichen Materialien und Designs experimentiert. Dazu gehören etwa ein Aluminiumgehäuse oder ein kleinerer Displayausschnitt nur für die Frontkamera – wie man es von vielen Android-Geräten kennt. Das Display soll von der Größe her irgendwo in der Mitte zwischen den kleinen und den großen Varianten der aktuellen iPhones angesiedelt sein. Preislich könnte sich das neue Modell hingegen sehr klar auf einer Seite positionieren und sogar noch über dem iPhone Pro Max liegen.

Nicht nur das iPhone

Apple-Experte Mark Gurman bestätigt bei Bloomberg den Bericht nicht nur, er betont auch, dass das kein einzelner Ausreißer, sondern ein allgemein neuer Fokus der Apple-Entwicklung ist. Das Ziel: Apple-Geräte sollen künftig die jeweils dünnsten und leichtesten ihrer jeweiligen Kategorie sein.

Entsprechend arbeite das Unternehmen auch bereits an dünneren und leichteren Varianten von Macbook Pro und Apple Watch, so Gurman. Die vor wenigen Wochen vorgestellte aktuelle iPad-Pro-Generation sei bereits der erste Schritt in diese Richtung. Zur Erinnerung: Das 13-Zoll-Modell des iPad Pro mit M4-Chip ist gerade noch 5,1 Millimeter dick.

Trendwende

Gerade beim iPhone würde das eine Trendwende bedeuten, immerhin sind Smartphones in den vergangenen Jahren tendenziell eher schwerer und dicker geworden, um mehr Platz für immer bessere Kameras, aber auch größere Akkus zu schaffen. Gerade zweiteres dürfte bei der Entwicklung eines "iPhone Slim" auch eine zentrale Herausforderung sein. Also: Wie macht man so ein Gerät dünner, ohne die Akkulaufzeit signifikant zu verschlechtern? Eventuell geht Apple aber einfach davon aus, dass die Laufzeit mittlerweile "gut genug" ist und so eine gewisse Verschlechterung für die Nutzer bereits akzeptabel ist.

Eine zweite Herausforderung beim Versuch, Geräte schlanker zu machen, ist üblicherweise die Reparierbarkeit. Das zeigt sich auch beim aktuellen iPad Pro gut. So hatten die Reparaturexperten von iFixit kritisiert, dass beim neuen Tablet aus Platzgründen viele Komponenten auf der Platine festgeklebt sind. Dadurch würden etwa die Lautsprecher zerstört, wenn sie entfernt würden.

Beim Macbook Pro ist wiederum unzweifelhaft, dass ihm eine gewisse Verschlankung guttun würde, das Gerät ist mit dem letzten großen Redesign im Jahr 2021 sowohl dicker als auch schwerer geworden. Bei der Apple Watch soll wiederum ohnehin ein größeres Redesign anstehen, das Projekt laufe unter dem Namen "Apple Watch X". (apo, 17.6.2024)