Das internationale Realityformat "Real Housewives" hat einen deutschen Ableger bekommen. Nach Weltdestinationen wie New York und Beverly Hills rückt nun München in den Fokus. LOL. Dabei werden sechs reiche und schöner gemachte Frauen in ihrem Alltag begleitet. Und der setzt sich aus Klischees wie Shoppen, Schampus-Trinken und Kurztrips nach St. Moritz zusammen.

Joana, Lili, Carina, Pegah, Natalie, Seher in
Joana, Lili, Carina, Pegah, Natalie, Seher in "The Real Housewives of Munich" auf RTL+.
Foto: RTL / Fine Lohmann

"Gossip ist wichtig in München", sagt eine Hausfrau gleich zu Beginn. "Wenn die Leute nicht über dich sprechen, dann bist du niemand", wird fortgesetzt. Unter den "echten Hausfrauen" ist zum Beispiel die Eso-Feministin Seher, die sich schmeichelhaft als männerfressende und kastrierende Frau bezeichnet und abends gerne Wohnungen ausräuchert und Engelkarten zieht.

Joana, die geile Frau, ist Designerin und geboren, um Mode zu geben. Verhärmt und kalt ist ihre Rolle in der Riege. Natalie, die Neomünchnerin, ist die tragische Zentralfigur, die nicht nur verzweifelt Freunde und Ruhm sucht, sondern in der ersten Folge ihre zerbröselnde Beziehung zur Schau stellt. Pegah hegt einen unerfüllten Kinderwunsch, Lili ist die normalste der sechs Frauen und dementsprechend fad, und Carina übt die Rolle als stichelnde Bitch effektvoll aus.

Die Münchner Hausfrauen sind häufig gekünstelt, oft peinlich aufgesetzt, tragen ihre Sätze wie aufgesagt vor, unterhalten aber auf ihre patscherte Art. Sie bräuchten nur mehr als sechs Folgen, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen. (Kevin Recher, 9.7.2024)