Boot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer
Mehr als 26.000 Migranten erreichten Italien in diesem Jahr bereits über das Mittelmeer.
IMAGO/Simone Boccaccio / SOPA Im

Rom – Süditalien ist mit neuen Migrationsbewegungen konfrontiert. 377 Migranten, die am Dienstag etwa 30 Seemeilen vor der Küste Siziliens gerettet wurden, sind am Mittwoch im Hafen Pozzallo eingetroffen. Sie befanden sich an Bord eines überladenen Fischerbootes. Die Migranten wurden auf hoher See auf mehrere Schiffe der Küstenwache umgeladen, die sie nach Pozzallo brachten.

Mehr als 26.000 Ankünfte in Italien seit Anfang 2024

Die Migranten, allesamt Männer, kamen aus Bangladesch, Syrien und Ägypten und sollen mehrere Tage auf See verbracht haben, bevor sie gerettet wurden, teilten die italienischen Behörden am Mittwoch mit. An Bord befanden sich auch 40 Minderjährige. Zwei Gerettete mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

45 Migranten gingen am Dienstagabend auf Lampedusa von Bord, nachdem drei Boote gerettet worden waren. Die Migranten wurden im Hotspot der Insel untergebracht, wo sich derzeit 242 Gäste aufhalten.

Seit Anfang 2024 sind 26.202 Migranten nach Seefahrten über das Mittelmeer in Italien eingetroffen. Im Vergleichszeitraum 2023 waren es 67.102, der Rückgang gegenüber dem Vorjahr beträgt also mehr als 60 Prozent, wie das italienische Innenministerium mitteilte. Die meisten Migranten stammen aus Bangladesch, Syrien und Tunesien. 3.382 Minderjährige erreichten im ersten Halbjahr 2024 Italien. (APA, 10.7.2024)