Beamte der GSG 9 beim Training (Archiv).

Foto: AP/Roberto Pfeil

Berlin – Die Anti-Terror-Einheit der deutschen Bundespolizei, GSG 9, soll um ein Drittel vergrößert werden und einen zweiten Standort in Berlin bekommen. Das sagte der Kommandant der Einheit, Jerome Fuchs, am Montag im RBB-Inforadio. Grund sei die anhaltende terroristische Bedrohung. Die GSG 9 müsse gerade in der Hauptstadt schnell reagieren können, sagte Fuchs.

Zur Personalstärke machte er aus taktischen Gründen keine Angaben. Bewerben können sich demnach ausschließlich Polizisten.

Die Grenzschutzgruppe 9 – kurz GSG 9 – wurde 1972 als Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von schwerster und organisierter Kriminalität sowie Terrorismus gegründet. Auslöser war der Anschlag im Jahr 1972, als ein palästinensisches Kommando israelische Sportler bei den Olympischen Spielen in München überfiel und bei einer gescheiterten Befreiungsaktion alle israelischen Geiseln getötet wurden. Unmittelbar danach gab der damalige Innenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) den Auftrag zu einer neuartigen Spezialeinheit. (APA, 15.1.2018)