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Shanghai – Mit Investitionsabkommen über umgerechnet mehr als zehn Milliarden Euro im Gepäck hat die britische Premierministerin Theresa May am Freitag China verlassen. Die Verträge sind für ihr vor dem Ausstieg aus der EU stehendes Land eine wichtige Etappe auf dem Weg, mit der Volksrepublik und anderen Ländern zukunftsweisende Freihandelsabkommen zu erzielen.

"Wir ergreifen die Gelegenheit, ein immer weltoffeneres, global orientiertes Großbritannien zu werden", sagte May auf einer Wirtschaftskonferenz in Shanghai. Der chinesische Präsident Xi Jinping hatte bei einem Treffen mit ihr bereits am Donnerstag davon gesprochen, eine neue "goldene Ära" in den Beziehungen beider Staaten zu begründen, wie Staatsmedien berichteten.

Investitionen über 9,3 Mrd. Pfund

Die vereinbarten Verträge sehen Investitionen über mehr als 9,3 Milliarden Pfund (10,63 Mrd. Euro) vor. Sie sollen nach Angaben der Regierung in London mehr als 2.500 Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich schaffen. Allein Finanzfirmen sicherten sich Zusagen über gut eine Milliarde Pfund. Ein vorrangiges Anliegen der britischen Seite ist, für die wichtige heimische Finanzbranche Marktzugang in der nach den USA weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu erhalten.

Die Chinesen wiederum zeigten sich erfreut über Mays Begeisterung für die von ihnen gestützte Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) und das ehrgeizige Handelsprojekt einer neuen Seidenstraße. (APA/Reuters, 2.2.2018)