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Der 62-jährige Friedrich Merz aus Nordrhein-Westfalen ist der zweite Kandidat, der offiziell als Merkel-Nachfolger benannt ist

Foto: imago/Stefan Boness

Berlin/Fulda – Friedrich Merz ist nun auch offiziell im Rennen um die Nachfolge der deutschen Kanzlerin Angela Merkel als CDU-Chef. Der CDU-Kreisverband Fulda hat den ehemaligen Chef der Unionsfraktion im Bundestag vorgeschlagen. Die CDU-Bundesgeschäftsstelle bestätigte am Mittwoch, dass die Nominierung eingegangen sei.

Der 62-jährige Jurist aus Nordrhein-Westfalen ist der zweite Kandidat, der offiziell benannt ist. Zuvor war CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer vorgeschlagen worden – vom Landesverband Saar und der Frauen-Union, wie ein CDU-Sprecher sagte.

Spahn-Nominierung wohl am Samstag

Zu Gesundheitsminister Jens Spahn, der ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat gehandelt wird, gibt es noch keinen offiziellen Vorschlag. Die CDU will über den Spitzenposten bei ihrem Parteitag Anfang Dezember abstimmen. Merz und Spahn sollen am Samstag von ihren Kreisverbänden Hochsauerland und Borken offiziell nominiert werden.

Der konservativ orientierte CDU-Kreisverband Fulda hält Merz für den perfekten Kandidaten: Er habe sich einen Namen gemacht, verfüge über außerordentliche wirtschaftliche Kompetenz, sei rhetorisch begabt und im besten Sinne konservativ, begründete der Kreisvorsitzende Markus Meysner den Vorschlag. Der Fuldaer Kreisverband habe einstimmig beschlossen, Merz vorzuschlagen.

Merkel hat vor einer Woche erklärt, im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Vorausgegangen waren schwere CDU-Verluste bei der Landtagswahl in Hessen. (APA, 7.11.2018)