Wird dieses Schild am Opec-Hauptquartier in Wien angebracht oder abgenommen?

Foto: REUTERS/Heinz-Peter Bader

Bangalore – Eine ranghohe Expertenkommission Saudi-Arabiens prüft einem Medienbericht zufolge die möglichen Auswirkungen einer Auflösung des Förderkartells Opec auf die Ölmärkte. Das Forschungsprojekt spiegle allerdings nicht eine aktive Debatte innerhalb der Regierung wider, ob das Königreich die Organisation kurzfristig verlassen solle.

Das berichtet das "Wall Street Journal" am Donnerstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Bei der in Wien ansässigen OPEC war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Nach dem Bericht zählten Energiewerte an der Wall Street zu den Verlierern. Im Kampf gegen steigende Ölpreise hatte US-Präsident Donald Trump seinen Druck auf die Opec zuletzt erhöht. Dazu telefonierte er kürzlich auch mit Saudi-Arabiens König Salman.

Beratungen über Förderkürzung

Zur Wochenmitte hatte die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, das die Opec und anderen großen Produzenten wie Russland, auch als Opec plus bezeichnet, über eine Kürzung ihrer Produktion im kommenden Jahr beraten würden. Damit will das Kartell dem seit Anfang Oktober anhaltenden Preisrutsch bei Rohöl entgegenwirken, der die Kosten für ein Fass des Nordseeöls Brent um 17 Prozent auf derzeit rund 71 US-Dollar verringerte. Da die US-Sanktionen gegen den Iran am Ölmarkt nicht die erwartete Wirkung erzielen, gilt dieser derzeit als überversorgt.

Der 1960 gegründeten Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC, mit Sitz in Wien gehören derzeit 15 Staaten an. Saudi-Arabien, das mit Russland und den USA die Top drei der weltweiten Ölproduzenten bildet, gilt als einflussreichstes Mitglied des Förderkartells. (APA, red, 9.11.2018)