Didier Reynders ist Belgiens Kandidat für das Justiz-Ressort in van der Leyens neuer EU-Kommission.

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Brüssel – Der belgische Kandidat für den Posten des künftigen EU-Justizkommissars ist selbst ins Visier der Behörden geraten. Wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft mitteilte, ist Außenminister Didier Reynders mit einer vorläufigen Untersuchung zu Vorwürfen der Geldwäsche in der Demokratischen Republik Kongo konfrontiert.

Die Anschuldigen stammen von einem ehemaligen Mitarbeiter des belgischen Geheimdiensts, teilte die Staatsanwaltschaft am Wochenende mit. Details wurden nicht genannt.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der neuen EU-Kommission, mit ihren 26 designierten Kommissaren. Damit die Kommission am 1. November ihr Amt antreten kann, muss das Parlament sie noch als Ganzes billigen.
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Laut den Zeitungen "L'Echo" und "De Tijd" sind die Ermittlungen in einer sehr frühen Phase. Weder die Staatsanwaltschaft noch das Büro von Reynders waren für Stellungnahmen erreichbar. Ab Ende September beginnen im Europäischen Parlament Anhörungen, ob die vorgeschlagenen Kandidaten für die Kommission geeignet sind. (APA, 15.9.2019)