David Duchovny ist selbst Jahrzehnte später wohl am bekanntesten für seine Rolle als FBI-Ermittler Fox Mulder.

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Während in dieser Woche die einen ihre Liebe feiern, blicken andere auf Fehlschläge zu Anfang ihrer Karriere zurück. Der "Prominente Platz" ordnet die Promi-News der Woche ein.

David Duchovny fiel im Casting für Kult-Sitcom durch

Wenige Duos gehören so sehr zur Popkultur wie das FBI-Team Fox Mulder und Dana Scully. In der Kultserie "Akte X" spielt David Duchovny den verträumten Ermittler Mulder, während Gillian Anderson die logisch denkende Situationsretterin Scully verkörpert. Wie Duchovny jetzt aber in einem Interview mit Talkmasterin Ellen DeGeneres erzählte, wäre fast alles ganz anders gekommen.

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In den 1980ern war Duchovny noch kein Serienstar, sondern ein aufstrebender Schauspieler. Auf der Suche nach dem großen Durchbruch, bewarb er sich um allerhand Rollen. Darunter waren auch alle männlichen Hauptrollen in der Serie "Full House". "Und ich war ganz klar falsch für jede einzelne", sagte Duchovny. Er scherzte mit DeGeneres, dass er sich sogar für die Rolle des Babys Michelle Tanner beworben habe. Das jüngste der drei Serienkinder wurde seit 1987 abwechselnd von den Zwillingen Mary-Kate und Ashley Olsen gespielt.

Die Entscheider hinter "Full House" haben sich schlussendlich für Bob Saget, Dave Coulier und John Stamos entschieden. Duchovny arbeitete trotz des Rückschlags weiter und schaffte 1992 als Mulder den Durchbruch. Was wäre passiert, wenn er die Rolle in "Full House" bekommen hätte? Wäre "Akte X" auch ohne Duchovny als Mulder so erfolgreich geworden? Wer hätte stattdessen den Ermittler gespielt? So viele Fragen. Die Antworten dürften irgendwo da draußen sein.

Kourtney Kardashian und Travis Barker sind verlobt

Ein weiteres Mysterium ist das Auftreten von einigen Verliebten im echten Leben. Wie bekommen sie Luft, wo sie doch an ihren Mündern zusammengewachsen zu sein scheinen? Kann man sich eine Covid-Impfung teilen, wenn man eh ständig Körperflüssigkeiten auszutauschen scheint? Welche arme Seele macht die intimen Instagram-Fotos, die das Paar eng umschlungen zeigen? Eine Frage, die man sich bei ständig aneinanderklebenden und -saugenden Pärchen nie stellen muss: Sind die noch zusammen?

Kourtney Kardashian und Travis Barker wollen nun den nächsten Schritt in ihrer öffentlich zelebrierten Partnerschaft gehen. In einem Kreis aus roten Rosen, die wohl mehr gekostet haben als meine und Ihre Miete gemeinsam, haben sich der "Keeping Up with the Kardashians"-Star und der Drummer verlobt. "Für immer", haben beide unter Instagram-Fotos des Antrags geschrieben.

Die Verliebtheit der beiden wirkt in ihrer Öffentlichkeit fast wie jene von Teenagern: viel schmusen, viel tätscheln, ständig und immer. Dabei bringen beide schon einiges an Liebeserfahrung mit. Kardashian hat etwa drei Kinder, war fast zehn Jahre lang mit deren Vater in einer Beziehung – öffentlichkeitswirksam zu beobachten in der Kardashian'schen Serie. Auch Barker war mal Realitystar und bringt neben zwei Scheidungen auch zwei Kinder in die Ehe mit. Obwohl die beiden also eher die Ästhetik "Highschool-Cheerleader datet den punkigen Bad Boy" zelebrieren, reden wir hier eher von zwei erwachsenen Alleinerziehenden, die zuerst befreundet und nun verliebt sind. Schön für die beiden, weniger toll für jene, die öffentliche Liebesbekundungen ein bisschen too much finden. Aber Kardashian und Barker sehen ohnehin zu beschäftigt miteinander aus, um sich darum zu kümmern.

Angelina Jolie bringt ihre Kinder zur Filmpremiere mit

Apropos Alleinerziehende: Angelina Jolie hat zur Premiere ihres neuen Films "Eternals" fast alle ihre Kinder nach Los Angeles mitgebracht. Maddox, Zahara, Shiloh und die Zwillinge Vivienne und Knox waren dabei, als ihre Mutter das erste Mal in ihrer Rolle als blonde Thena über die Leinwand schritt.

Nur Sohn Pax war bei der Filmpremiere in Los Angeles nicht dabei.
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Fotos der Veranstaltung zeigen vor allem drei Dinge. Erstens, dass manchmal Star-Schnappschüsse die Wissenschaft stützen können. Niemand kann sich etwa Shiloh ansehen und nicht an den Einfluss von Genen glauben – sieht die 15-Jährige doch aus wie eine Kreuzung ihres Vaters Brad Pitt mit ihrer Mutter.

Zweitens zeigt der Abend, dass Starkinder manchmal genau so sind wie jeder andere Nachwuchs. Tochter Zahara hat sich ein Kleid ihrer Mutter geborgt. Während unsereins sich vielleicht eine alte Jeans oder Pulli aus dem Kleiderschrank der Eltern stibitzt, leiht die 16-Jährige sich eine glitzernde Elie-Saab-Robe, die Jolie 2014 zu den Oscars trug. Eine dritte Erkenntnis des Abends ist mehr eine Erinnerung: Wenn Sie alt genug sind, um sich an die Babyfotos der Zwillinge Vivienne und Knox in "People" zu erinnern, sollten Sie in eine gute Anti-Falten-Creme und Altersvorsorge investieren.

Jamie Lee Curtis spricht mit ihrer Tochter Ruby über deren Leben als Frau

Wo wir gerade von Müttern, Töchtern und "People" sprechen: Jamie Lee Curtis hat im Magazin gemeinsam mit ihrer Tochter Ruby ein Interview gegeben. Die heute 25-Jährige war bei ihrer Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet worden. Großes Thema war im Interview Rubys Entscheidung, offen als Frau zu leben und wie sie das ihrer Familie mitgeteilt hat.

"Es war einschüchternd", sagt Ruby im Interview, "aber ich habe mir keine Sorgen gemacht. Sie haben mich mein ganzes Leben über angenommen." Sie sei dennoch zu nervös gewesen, ihre Entscheidung in einem Gespräch bekanntzugeben. In einer Nachricht teilte sie ihren Schritt mit. "Natürlich gab es Tränen", sagt Mutter Jamie Lee. Besonders schwierig sei es für sie gewesen, den Geburtsnamen ihrer Tochter nicht mehr zu nutzen. Heute nutzt die Familie den richtigen Namen und die richtigen, weiblichen Pronomen für Ruby.

Wann immer Minderheiten über ihre Erfahrungen sprechen, schreit irgendwo jemand im Internet: "Wen soll das interessieren? Das ist doch alles Privatsache!" Statt jetzt hier darüber zu philosophieren, warum das Private immer auch politisch ist, sollten wir lieber Curtis und ihrer Tochter zuhören. Die haben nämlich selbst erklärt, warum ihre Familie an die Öffentlichkeit gegangen ist. "Ich missioniere nicht, ich dränge das den Leuten nicht auf. Ich sage einfach: 'Das ist die Erfahrung meiner Familie'", sagt Mutter Jamie Lee. "Ich freue mich, sichtbarer zu sein, wenn es anderen hilft", sagt Ruby.

Rick Astley reagiert auf Greta Thunbergs Performance

Das Internet bietet aber nicht nur Platz, wütend zu sein. In manchen Momenten ist es auch ein Ort der Freude. Rick Astley, Sänger des mittlerweile aus Memes bekannten Songs "Never Gonna Give You Up", freut sich etwa auf Twitter. Der Grund: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat seinen bekanntesten Song bei einem Benefizkonzert in Stockholm gesungen und dazu getanzt.

Astley teilte ein Video des Auftritts und schrieb "fantastisch" dazu. Auf Schwedisch bedankte er sich bei Thunberg. Vielleicht wäre das die Möglichkeit, die Klimakrise abzuwenden. Wann immer Politiker Klimapolitik blockieren oder Unternehmen gegen den Umweltschutz verstoßen wollen, könnte ein Video auf ihren Computern aufpoppen. Darauf zu sehen: Astley und Thunberg, die gemeinsam den Hit singen. (Ana Grujić, 22.10.2021)