Im Irak, etwa hier in der Stadt Muqdadiya, toben bis heute Gefechte zwischen Armee und Anhängern des sogenannten "Islamischen Staates".

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Karlsruhe – Eine mutmaßliche IS-Anhängerin dürfte sich demnächst in Stuttgart vor Gericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe teilte am Dienstag mit, dass sie am Oberlandesgericht Anklage gegen die Deutsche erhoben habe. Das Gericht muss die Anklage noch zulassen. Gegen ihren Ehemann wurde dort auch bereits Anklage erhoben.

Die Frau war Ende August in Bayern in der Nähe des Starnberger Sees festgenommen worden. Der Mann, mit dem sie nach islamischem Ritus verheiratet ist, befindet sich schon seit Jänner in Untersuchungshaft. Dem Iraker wird vorgeworfen, für die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in Deutschland Geld gesammelt zu haben. Zuletzt hatte er versucht, aus der Bundesrepublik auszureisen, um sich dem IS als Kämpfer anzuschließen. Über seine Anklage hatte die Bundesanwaltschaft am 29. Oktober informiert.

Die mutmaßliche Islamistin soll mit ihrem Mann die Transfers organisiert und vor allem zu IS-Frauen Kontakt gehalten haben. Die Ermittler werfen ihr unter anderem vor, einer Frau in einem kurdischen Flüchtlingslager Geld geschickt zu haben. Außerdem habe sie den Behörden nicht mitgeteilt, dass ihr Mann ausreisen wollte. (APA, 16.11.2021)