Achtung, "Game of Thrones"-Spoiler im ersten Absatz!

Mama ist die Beste. Das stimmt – wie auch im wahren Leben – auch im Serienleben nicht immer. Und tatsächlich kann man von Cersei Lannister nicht unbedingt sagen, dass sie ein besonders netter oder herzlicher Mensch ist. Doch auch sie hat – glaubt man ihrem Bruder Tyrion – zumindest zwei gute Qualitäten: ihre Wangenknochen und die Liebe zu ihren Kindern. Die Absichten sind also eigentlich die besten, ihre Erziehungsmethoden hingegen eher eigenwillig, und der Weg ihrer Kinder führt am Ende leider ausnahmslos ins Verderben. Mutter des Jahres wird sie daher wohl eher nicht – doch jede Szene mit ihr ist großes Fernsehen.

Cersei Lannister: eine unkonventionelle Mutter.
Foto: HBO via AP

Im echten Leben hat man nur eine (biologische) Mutter, in der Serienwelt unendlich viele, die mehr oder weniger Identifikationspotenzial bieten und zum Nachdenken anregen. Wie ist wohl ein Leben als Kind der reschen Lois aus "Malcolm mittendrin"? Umgekehrt, wie sehr kann man als Mutter renitenter Teenager mit der vielgeplagten Frau mitfühlen? Wie gern würde man einmal von der weisen und brutal ehrlichen Sophia Petrillo aus "Golden Girls" einen Rat fürs Leben bekommen? Oder auf einen Kaffee mit Lorelai oder, noch besser, Emily Gilmore gehen?

Wer ist Ihre liebste Serienmutter?

Und was zeichnet sie aus? Welche ihrer Szenen ist Ihnen besonders in Erinnerung? Welche Mutter ist so böse, dass sie schon wieder großartig ist? Und in welcher Serienmutter erkennen Sie sich selbst oder Ihre Mutter wieder? (aan, 19.9.2019)